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Basel goes Eurovision – Was denkt die Stadt?

Was denkt ein Basler Verwaltungsmitarbeiter über den Eurovision Song Contest 2025 in seiner Stadt? In unserem Interview mit Christian Schuster sprechen wir über Chancen, Herausforderungen und die Frage, ob der ESC wirklich zu Basel passt. Ein ehrlicher Blick auf ein aussergewöhnliches Ereignis.


Im Rahmen unseres Videoprojekts hatten wir die Gelegenheit, mit Christian Schuster zu sprechen – er arbeitet in der Basler Stadtverwaltung und verfolgt das Geschehen rund um den Eurovision Song Contest 2025 aus der Perspektive eines engagierten Bürgers. Auch wenn er selbst nicht in die Organisation des Events involviert ist, beobachtet er die Entwicklungen mit Interesse und wachem Blick.

Dass der ESC 2025 in Basel stattfindet, empfindet Schuster als grosse Chance für die Stadt. Er betont, wie besonders es sei, dass ein internationales Ereignis dieser Grössenordnung nach Basel komme – eine Stadt, die oft als ruhig und überschaubar gilt. In seinen Augen könnte der ESC positive wirtschaftliche Impulse bringen, vor allem für Hotels, Restaurants und lokale Geschäfte.

Natürlich sei es nicht ohne Herausforderungen. Menschenmengen, Verkehr und Sicherheitsfragen werfen Fragen auf, doch Schuster zeigt sich optimistisch: Basel habe bereits mehrfach bewiesen, dass es mit solchen Situationen umgehen kann. Wichtig sei, dass die Stadt nicht nur logistisch funktioniere, sondern sich auch von ihrer besten Seite zeige – offen, freundlich und kulturell vielfältig.

Gerade Letzteres ist ihm besonders wichtig. Er sieht im ESC die Möglichkeit, Basel als kreative und weltoffene Stadt zu präsentieren. Die Bühne des ESC eigne sich hervorragend, um die Vielfalt der Stadt sichtbar zu machen – sei es durch Kulturprojekte, Begleitveranstaltungen oder einfach durch die Atmosphäre in den Strassen. Auch für Schweizer Künstlerinnen und Künstler könne der ESC eine wertvolle Plattform sein, um internationale Aufmerksamkeit zu gewinnen.

Auf die Frage, ob der ESC überhaupt zu einer Stadt wie Basel passe – mit ihrer eher ruhigen und bodenständigen Art – meint Schuster schmunzelnd, dass gerade der Kontrast spannend sei. Die bunte, extravagante ESC-Welt treffe hier auf ein starkes lokales Selbstverständnis – das könne wunderbar funktionieren, wenn beide Seiten offen aufeinander zugehen.

Und obwohl manche den ESC als zu kommerziell kritisieren, sieht Schuster darin vor allem ein Fest der Begegnung. In einer Zeit, in der Europa oft als gespalten wahrgenommen werde, könne ein musikalisches Großereignis wie der ESC Menschen zusammenbringen – und Basel dürfe stolz darauf sein, Gastgeber zu sein.

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