Ecce Homo!

Ecce Homo – Öffne die Augen!

Ein Videoprojekt der M2b

Projektbeschrieb Ecce Homo


Die Idee

Mit der Teilnahme am Wettbewerb „1914 – 2014“ des EDA und unserem Videoprojekt „Ecce Homo“ wollen wir persönliche Bezüge zwischen Einzelschicksalen von Soldaten und Frauen aus dem Jahr 1914 und unserer Klasse, der M2b aus dem Jahre 2014, herstellen. Diese Bezüge wollen wir in Bild und Ton umsetzen. Zu Beginn des Projektes hatten wir vielfältige Ideen und eine grosse Vorstellung wie unser Projekt sein soll. Doch uns war bewusst, dass wir unter Zeitdruck sind. Trotz grossem Zeitdruck möchten wir unser umfangreiches Projekt realisieren. Unser Ziel war, etwas Einzigartiges zu machen. Der Grund, wieso wir auf die Idee gekommen sind, einen Film zu drehen. Als Klasse wollen wir um diese Erfahrung reicher werden und uns selbst beweisen, dass wir auch unter grossem Druck Höchstleistungen erbringen können, wenn wir zusammenarbeiten. Wir wurden durch unseren Geschichts-Lehrer aufmerksam auf dieses Projekt. Uns trieb natürlich auch der Gedanke an, mit Bundesratspräsident Didier Burkhalter eine Reise nach Belgien, einem der Hauptkriegsschauplätze, zu unternehmen. Diese Reise wäre der erste Preis für den Wettbewerbssieger.


Die Geschichte 1914 – 2014

Wir haben eine fiktive Geschichte geschrieben: Ein Mädchen schaut sich im Jahr 2014 einen Nachrichtenfilm an. Die Kriege in der Ukraine, in Syrien und im Irak, die Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina: Das ist die Aktualität. Für uns ist es die Aktualität in den Medien, für die Betroffenen gehört dieses Leid zum Alltag. Wie damals, weiter zurück in der Geschichte, Menschen durch Atombomben bedroht, von Napalm verletzt oder getötet oder im Holocaust zu Abertausenden nach Plan vernichtet wurden. Das Mädchen verfolgt im Film das Grauen der Menschheit: Ecce Homo! Siehe, das ist der Mensch! Bis hin zur Kriegsbegeisterung und der Ernüchterung im Ersten Weltkrieg. Hier vermischt sich 1914 mit 2014: Es klopft an die Tür, das Mädchen hält plötzlich einen Frontbrief des deutschen Soldaten Otto in Händen. Es folgt weitere Korrespondenz aus der Vergangenheit. Das Mädchen beginnt darauf zu antworten. Zunächst noch im begeisterten Wortlaut von 1914, dann, nach der Todesmeldung, mit einem Brief, welcher Ottos Frau Marie das Bedauern über den Verlust ausdrücken möchte. Das Leiden und die Trauer über den Verlust eines geliebten Menschen kann kein noch so „heldenhafter Tod“ lindern.


Das Ergebnis

eccehomoesel

 

Unser Film zeigt die Urkatastrophe Europas, den Ersten Weltkrieg. Im Unterricht haben wir den Ersten Weltkrieg in Ansätzen behandelt und einige Themen und Aspekte besprochen. Uns hat vor allem die Zahl der vielen Briefe, die während des Ersten Weltkriegs gesendet wurden, beeindruckt und auch ein bisschen geschockt. Wir wollten etwas verwirklichen, das die ganze Klasse interessiert und den Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg und 2014 gut übermittelt. Ausgangspunkt in unserem Projekt sind die aktuellen Kriege in der Ukraine, in Syrien und im Gaza-Streifen. Heute können wir diese Kriege nahezu „live“ am Fernsehen mitverfolgen. Entspricht aber das, was wir sehen, der Kriegsrealität? Welche Bilder bleiben uns in Erinnerung? Welche Kriegsbilder prägen uns? Zwischen den Bildern der Kriegsbegeisterung vor dem Ersten Weltkrieg mit den spielenden Kindern und den Bildern von Kindern im Vietnamkrieg oder in Palästina bestehen vielfältige Unterschiede. Solche Unterschiede wollten wir sichtbar machen, indem wir die Kriegsbegeisterung im Ersten Weltkrieg dem Frontalltag gegenüberstellten. Damit wollten wir das Auge schärfen und auf die Übel des Krieges aufmerksam machen: Ecce Homo!

M2b, im September 2014

2 Kommentare zu „Ecce Homo!

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