13. Mai 2026

anyway magazin

Das Schülermagazin der Wirtschaftsmittelschule (WMS) in Liestal

Zuhören, helfen, begleiten – Der Schulsozialarbeiter der WMS Liestal: Markus Kaufmann

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Viele Lernende wissen, dass es ihn gibt – doch die wenigsten wissen genau, was er tut. Markus Kaufmann, Schulsozialarbeiter der WMS Liestal, ist Anlaufstelle, Vertrauensperson und Brückenbauer in einem. Unser Dokumentarfilm begleitet ihn durch seinen Alltag und zeigt, wie vielseitig, anspruchsvoll und wichtig seine Arbeit für ein funktionierendes Schulklima ist. 

Seine Tür steht sprichwörtlich immer offen. Noch bevor es zu einem echten Problem wird, ist Markus Kaufmann bereits im Gespräch – mit Lernenden, Lehrpersonen oder Eltern. Sein Alltag besteht aus weit mehr als Einzelgesprächen: Er bereitet Beratungen vor, koordiniert Unterstützungsmassnahmen, arbeitet präventiv und ist regelmässig im Austausch mit verschiedenen Stellen innerhalb und ausserhalb der Schule. Vieles davon läuft im Hintergrund ab – und genau das macht seine Rolle so zentral und gleichzeitig so wenig sichtbar. 

Im Film nimmt uns Markus Kaufmann durch seinen Arbeitsalltag mit und zeigt, wie breit das Spektrum seiner Tätigkeit ist. Während wir ihn begleiteten, wurde schnell klar, wie selbstverständlich vieles wirkt, das in Wirklichkeit grosse Aufmerksamkeit, Einfühlungsvermögen und Erfahrung erfordert. Im Interview wollten wir mehr über ihn als Person erfahren – über das, was ihn antreibt und wie er mit den Herausforderungen seines Berufs umgeht. 

Er erzählte uns, mit welchen Anliegen Schülerinnen und Schüler am häufigsten zu ihm kommen: Konflikte mit Mitschülern oder Lehrpersonen, familiäre Schwierigkeiten, Leistungsdruck oder das Gefühl, nicht mehr weiterzuwissen. Ebenso sprach er offen darüber, warum es vielen jungen Menschen so schwer fällt, sich Hilfe zu holen. Vertrauen müsse man sich verdienen, sagt er – und daran arbeite er jeden Tag. Natürlich gebe es auch Momente, in denen man nicht sofort weiterhelfen könne und Geduld gefragt sei, doch genau das gehöre zu seinem Beruf. 

Besonders spürbar wurde, wie sehr er seinen Beruf als Berufung versteht. Was ihn antreibt, ist nicht die Routine, sondern das Gegenteil: kein Tag ist wie der andere. Er schätzt es, nähe zu den Lernenden zu haben, ihnen in schwierigen Momenten zur Seite stehen zu können und zu sehen, wie jemand nach einem Gespräch mit einem leichteren Gefühl den Raum verlässt. Genau diese Momente, sagt er, machen seine Arbeit so bedeutungsvoll. 

Unser Dokumentarfilm zeigt eine Realität, die oft übersehen wird. Ohne den Schulsozialarbeiter würden viele Probleme unerkannt bleiben: Konflikte würden eskalieren, Lernende würden allein gelassen und das Schulklima würde darunter leiden. Der Film macht bewusst, wie gross der Einfluss seiner Arbeit auf das Wohlbefinden aller Beteiligten ist – und warum es so wichtig ist, dass Schülerinnen und Schüler wissen, dass diese Tür für sie immer offen steht. 

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