Fr. Jan 28th, 2022

Das Schülermagazin der Wirtschaftsmittelschule (WMS) in Liestal

Verschiebe doch auf morgen… Das Problem mit der Prokrastination

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Viel vorgenommen, wenig geschafft…das kommt den meisten von uns bekannt vor. Entweder man wird abgelenkt, oder entscheidet sich bewusst dafür, unwichtigere Dinge zu erledigen.

Der Begriff Prokrastination stammt ursprünglich aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie vertragen oder auch auf Morgen verschieben. Prokrastinieren heisst gewisse Aufgaben nicht zu erledigen. Stattdessen widmet die Betroffene Person sich Dingen, die mehr Spass machen oder einfach leichter, aber deutlich weniger dringend sind.

Durch das Nicht-Erledigen von wichtigen Aufgaben baut sich immer mehr Druck auf, da die Zeit immer knapper wird. Manchen Leuten hilft das, da sie besser unter hohem Druck arbeiten können. Meistens ist das auch der Grund für das immer weitere Aufschieben von Dingen, da die Arbeit trotzdem qualitativ gut ist und es keine Mängel gibt.

Bei anderen gibt es aber deutlich verheerende Auswirkungen. Es kommt zu Stress, Angst und Depression. Die Folgen der Prokrastination sind zwar in vielen Fällen ähnlich, aber es gibt verschiedene Faktoren: Probleme in der Prioritätensetzung, mangelnde oder unrealistische Planung, Defizite im Zeitmanagement oder in der Konzentrationsfähigkeit, Abneigung gegen die Aufgabe, Angst vor Versagen oder Kritik. Das kann zu schwerwiegenden Problemen im Arbeits- oder Schulalltag führen.

Die Frage lautet jetzt: Wie wird es besser? Es hilft, wenn man sich die Aufgaben in kleinere Aufgaben unterteilt, damit man sie schrittweise erledigen kann. Man soll sich auch nicht zu viel vornehmen, sondern nur eine realistische Menge. Gern dürfen auch Belohnungen eine Motivation sein. Jeder Mensch hat am Tag verschiedene Leistungsphasen. Wenn man herausfindet, um welche Tageszeit es sich besser arbeiten lässt, kann das auch hilfreich sein.  Für viele Menschen ist es eine grosse Hilfe, eine Routine zu haben. Wer einen geregelten Tagesablauf hat und jeden Tag zur selben Zeit, seine Aufgaben erledigt, dem fällt es leichter, da es irgendwann wie Zähneputzen ist. Man macht es einfach. Multitasking ist übrigens keine gute Idee. Das Erledigen mehreren Dingen gleichzeitig führt weniger zur Erledigung sondern mehr zur Ablenkung.

Wenn aber diese Tipps nicht helfen und das Aufschieben, die Lebensqualität stark einschränkt, solltest du über eine professionelle Beratung oder Therapie nachdenken. 

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