«Guete Morge Basel, do isch Energy: mi Morgä»

Ein Team mit rund 140 Mitarbeiter hält Radio Energy täglich auf Erfolgskurs. Seit der Eröffnung im Jahre 2012 gibt es ein Energy Studio in Basel. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten und so wurde der dritte Standort in der Schweiz, Energy Basel, schon nach kürzester Zeit das beliebteste Radio bei den Junghörern. Nebst dem herkömmlichen Radio, wie man ihn seit dem Jahre 1920 kennt, setzt Energy auf eine neue Strategie. Es können alle Radiosender per App auf dem Handy empfangen und abgespielt werden. Energy geht mit der Zeit und dem Trend und gewinnt so viele Fans. Energy hebt sich ebenfalls durch die Fashion Night, der Energy Star Night, dem Energy Air und der Energy Red Session weit von seinen Mitstreitern ab. Der Nervenkitzel, ein Ticket für den jeweils unvergesslichen Event zu erlangen, ist gross und die Anzahl der glücklichen Gewinner klein. Ihr Programm ist vielseitig, für jede Alterskategorie ein Genuss und immer einen riesen Erfolg.

«Guete Morge Basel, do isch Energy: mi Morgä», mit diesem Satz holt Dominique Heller auch die letzten Morgenmuffel von Basel aus dem Bett. Anyway wollte mehr über den beliebten Moderator und Entertainer von Basel in Erfahrung bringen und hat sich auf den Weg gemacht. An einem kühlen Oktobermorgen hat anyway Domique Heller, der Liebling von Basel, besucht. Der frischgebackene Papa hat uns mit Freude empfangen und wir konnten ihn bei seiner Arbeit begleiten und mit unseren ganzen Fragen löchern. Geduldig und schlagfertig wie wir ihn kennen, hat er ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen und ohne Punkt und Komma Frage für Frage beantwortet. Nebst seinen Aufgaben erzählt Dominique über die Sonnen- und Schattenseiten, die der Beruf des Moderators mit sich bringt.

We invented Paris

«Ich habe mir diesen Namen ‚We invented Paris‘ in meinem Studentenzimmer in Mannheim überlegt. Er beschreibt die Fähigkeit von uns Menschen, Assoziationen zu kreieren. Wenn man Paris hört, hat man sofort ein Bild im Kopf: Entweder vom Eiffelturm, vom Montmartre, von einer Crêpe, den Terroranschlägen oder was auch immer. Man hat diese Vorstellung von Paris und es spielt keine Rolle, ob man jemals dort war oder ob dies einfach eine Überlieferung ist. Und genau gleich ist es mit dem Schreiben eines Songs. Man schreibt ihn in einem gewissen Moment und teilt ihn dann mit dem Zuhörer, welcher von ganz woanders herkommt. Aber zusammen kreiert man eine Vorstellung von dieser Musik, man erfindet sie. Oder man erfindet eben Paris. »

Paris ist auf der grossen, mehrfach zusammengesetzten Weltkarte gut zu erkennen. Logisch, denn die Band heisst ja auch «We invented Paris». Darunter steht ein Klavier auf welchem Flavian Graber nach freier Inspiration begonnen hat, etwas zu spielen. Simpel und doch sehr berührend. Ein Raum voller Musik. Nicht nur zum Hören, sondern auch zum Anschauen. Überall stehen Gitarren, Mikrofonständer, Verstärker oder Drums. Es ist eine sehr gemütliche Atmosphäre und als Flavian zu singen beginnt, wird dieser eigentlich kleine Raum gefüllt von einer vollen und klaren Stimme und einer dazu passenden Gitarrenmusik. Man könnte ewig dastehen, dieser Musik zuhören und ein bisschen in die Welt von Flavian Grabers Leben versinken…

Mit dem Filmen unseres kurzen Videos hatten wir die Möglichkeit einen Nachmittag mit Flavian Graber zu verbringen und ihn über die verschiedensten Dinge seines Musikerlebens auszufragen. Wie wurde seine Leidenschaft zum Beruf? Wie klingt seine Musik oder ist er noch nervös bei öffentlichen Auftritten?

Wenn ihr mehr über ihn und seinen Beruf erfahren wollt, dann schaut euch das Video an. Und für diejenigen, die noch ein wenig mehr über diesen regionalen Musiker erfahren wollen, können das anyway-Magazin aufschlagen und in die Welt von «We invented Paris» eintauchen.

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Psytrance – Wie bitte?

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Psytrance, oder auch eher unter Goa bekannt, ist eine Richtung der elektronischen Musik. Der Name «Goa» kommt von dem gleichnamigen Bundesstaat in Indien, von wo sich der Trend während der Jahrtausendwende in ganz Europa ausbreitete. Aus der ursprünglichen Musik entwickelten sich viele Unterbereiche, die schnelleren Beats wie Darkpsy, Hi-tech und Forest, aber auch langsamere wie Proggressive und Goatrance. Die Menschen sind an Goa-Veranstaltungen generell offener und haben eine gute Laune. Die Stimmung ist spürbar eine andere als an «normalen» Partys. Die Veranstaltungen finden vielmals auch draussen, in der freien Natur, im Wald, im Gebirge etc. statt. Auf vielen Partys gibt es einen «Chillout Bereich», bei denen man sich ausruhen kann und oftmals langsamere Musik gespielt wird. Häufig werden Stände aufgebaut, bei denen Essen, Trinken, Kleider, Anhänger und weitere Kleinigkeiten verkauft werden.

Bei der Dekoration der Goa-Partys wird häufig auf fluoreszierende Farben und psychedelische Muster, bunte Mandalas und Symbole aus dem Buddhismus oder Hinduismus zurückgegriffen. Gegen die allgegenwärtige Vorstellung sind viele Events vorher bei den Behörden gemeldet, es gibt auch einige illegale Raves, jedoch viel weniger als früher. Auch gibt es bei gewissen Partys verschiedene Dancefloors mit verschiedenen Musikrichtungen.

Das Sundaze Festival lief vom 8. bis zum 9. Oktober und fand auf einem Hügel in Arisdorf statt. Der Hauptact war Orca aus Israel. Der Weg vom Dorf bis zum Festival dauerte zu Fuss circa eine Stunde und war mit Wegschildern gepflastert. Es spielten ungefähr 20 Acts für 30 Stunden. Das Festival wurde in einem kleineren Ausmass als letztes Jahr veranstaltet und anstatt Goa und Techno auf einem Festival zu vereinen, gab es diesmal zwei separate Partys für die Musikstile. Der Eintritt war mit 30 Franken für so ein langes Festival eher günstig.


om-zeichen

Fun Fact:

Das Zeichen wird sehr oft mit Goa in Verbindung gesetzt und es nennt sich «Om» und nicht «Goa Zeichen», was fälschlicherweise oft angenommen wird. Es ist aus dem Hinduismus und steht für den Klang, aus dessen Vibration das ganze Universum entstanden ist.

Karate Kids

 

 

Es beginnt mit Respekt und endet mit Respekt

空手は礼に初まり礼に終ることを忘るな

karate wa rei ni hajimari rei ni owaru koto o wasuru na

Gab es schon Situationen, in denen die kleinen Kämpfer Karate genutzt haben, um bei gewalttätigen Konflikten eine Lösung zu finden? Welche Entwicklung hat sich bei den Kindern durch das Karatetraining eingestellt? Genau mit diesen Thematiken hat sich Anyway während diesem Videoprojekt auseinandergesetzt. Das Magazin hatte die Möglichkeit, ein ganzes Training zu verfolgen und einen Einblick in die Sportart Karate zu erlangen.

Mit Mikrofon und Kamera hat Anyway die Kinder an zwei Trainingstagen begleitet. Wie gewöhnlich begann das Training um 18:00 Uhr. Alle versammelten sich im Dojo (Trainingsraum). Die Disziplin fiel bereits am Anfang auf, als die Kinder die traditionelle Begrüssung durchführten, bevor sie ins Dojo eintraten. Zuerst lockerten sich die Kinder auf. Dann folgten die Aufwärmübungen. Die Kinder fühlten sich von der Kamera nicht gestört. Sie blieben konzentriert und folgten ihrem Trainer. Das wird ihnen auch im Training beigebracht. Nicht nur die Disziplin spielt eine wichtige Rolle, sondern sie gewinnen auch an Selbstvertrauen und Stärke. Durch das vielseitige Training konnten verschiedene Übungen festgehalten werden. Die Freude der Kinder bei der Ausführung der Übungen konnte man an ihren Gesichtsausdrücken ablesen, was sehr erfreulich war und die Arbeit mit den kleinen Kämpfern vereinfachte.

Nach dem anstrengenden Training folgte das Interview. Dabei war es wichtig herauszufinden, wie sie zu diesem Sport gekommen sind, was ihnen im Karate wichtig ist und was ihre weiteren Ziele sind. Während sich die Kinder umzogen, stellten wir den Eltern und dem Trainer weitere Fragen. Hier spielte vor allem die Entwicklung der Kinder eine grosse Rolle. Da sich Anyway mit dieser Thematik auseinandergesetzt hat, war es wichtig die wesentlichsten Beobachtungen und Erkenntnisse zu sammeln.

Karate ist eine spannende Sportart mit positiven Auswirkungen auf die Kinder. Sie entwickeln sich zu einer starken Persönlichkeit. Sie werden selbstbewusster und konzentrierter. Dies ist ihnen im Alltag eine grosse Stütze. Die Kinder finden dank dieser Kampfsportart ihre innere Ruhe.

Durch diese zwei erlebnisreichen Trainingslektionen hat Anyway die Erfahrung mitnehmen können, wie es ist mit Kindern zusammen zu arbeiten. Auch der Einblick in eine Kampfsportart war beeindruckend. Abschliessend verabschiedeten sich die Kinder mit gegenseitigem Respekt voneinander.

 

 

 

Uf u dervo

„Uf u dervo.“ Vielleicht habt ihr diesen Textausschnitt aus dem Refrain des gleichnamigen Liedes von Gölä schon mal im Radio gehört, wart auf einem Konzert des Schweizer Mundartmusikers oder…ihr habt auf SRF am Freitagabend um 21:00 Uhr eine Sendung geschaut, in welcher diese Liedzeile ganz bedeutend ist. „Uf u dervo“, das wollen die Personen, welche sich dabei filmen lassen, wie sie sich auf ihre Auswanderung vorbereiten, Schwierigkeiten bewältigen, Freudemomente erleben und an einem komplett anderen Ort auf der Welt ein neues Leben beginnen.
Auch Anja W. und ihr Mann haben sich vor ein paar Jahren entschieden, einen solchen Schritt zu wagen und sind ihrer Neugierde und ihrer Abenteuerlust gefolgt. Anyway hat nachgefragt wie es dazu kam, was sie an ihrem neuen Heimatort besonders toll finden oder aus welchen Gründen sich das Auswandern am meisten gelohnt hat.

US Road Trip
(Bild: Anja W.)

Wann seid ihr ausgewandert und wohin?
Wir sind im Januar 2013 in die USA ausgewandert und nach San Diego – Kalifornien gezogen.
Wie seid ihr auf diese Destination gekommen?
Mein Mann und ich verbrachten Ferien am Pacific Beach. Als wir so am Meer sassen und die perfekten Wellen zum Surfen sahen, konnten wir uns gut vorstellen, im sonnigen Kalifornien zu leben. Nebst Surf-Spirit und mildem Klima war auch die uns beiden bereits vertraute englische Sprache ein Kriterium für die Wahl des Wohnortes im Ausland.

Gefällt es euch immer noch dort? Warum?
Es gefällt uns gut in San Diego. Dank dem meist schönen Wetter findet das Leben mehrheitlich draussen statt. Die Menschen hier sind zufrieden und offen, man kommt leicht miteinander ins Gespräch.

Wie kam es dazu, dass ihr euch entschieden habt auszuwandern?
Mein Mann und ich hatten beide den Wunsch, ein paar Jahre im Ausland zu leben. Wir wollten in einer anderen Kultur arbeiten, die Englischkenntnisse optimieren und Erfahrungen sammeln. Auch die Abenteuerlust war eine treibende Kraft.

Was haben die Menschen in eurem Umfeld zu euren Plänen gesagt?
Unsere Auswanderungs-Pläne wurden im nahen Umfeld mehrheitlich positiv aufgenommen. Wir haben von Familie und Freunden lieben Zuspruch und tolle Unterstützung erhalten. Natürlich kamen auch viele Fragen bezüglich Job, Wohnen oder Dauer des Auslandaufenthalts, auf die wir keine genauen Antworten hatten. So waren wir selber und auch unser Umfeld mal irritiert, doch meist fasziniert, von unserer Entdeckungsreise ins Ungewisse.

Viele Leute fragen sich, warum jemand aus einem Luxusland wie die Schweiz auswandern will. Was denkst du dazu?
Ich denke der Wunsch nach beruflicher Weiterentwicklung und das Interesse an anderen Kulturen bewegt viele Menschen dazu, für einige Zeit ins Ausland zu ziehen. Die Schweiz ist definitiv ein sehr attraktives Land mit hervorragender Lebensqualität. Auch als Auslandschweizerin fühle mich sehr verbunden mit meinem Heimatland.

Gab es Anfangsschwierigkeiten? Wenn ja, welche?
Sowohl Aus- als auch Einwanderung sind administrativ aufwendig mit Beschaffung von Visum und allen Ab- bzw. Anmeldungen. Es verlief jedoch alles reibungslos in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten. Die erste Zeit nach der Einwanderung fand ich sehr spannend und belebend. Wir kamen mit nur wenig Gepäck in die USA und mussten sozusagen alles neu aufbauen inklusive ganzem Haushalt.

Wie lange braucht man für die Planung rund ums Auswandern? Was muss man besonders beachten?
Die Vorbereitungen in der Schweiz haben bei uns ein gutes Jahr gedauert. Die Beschaffung des Visums bzw. die Vorbereitungen für den Termin auf der US Botschaft nimmt einige Zeit in Anspruch. Damit sollte möglichst früh begonnen werden. Denn vor dem Termin müssen verschiedene Dokumente organisiert und Abklärungen gemacht werden.

Gibt es auch negative Seiten am Auswandern? Wenn ja, welche?
Weit weg von Familie und Freunden zu wohnen. Die lange Reise zwischen den beiden Ländern belastet die innere Uhr, den Geldbeutel und auch das Ferientage-Konto.

Dein Auswanderziel verglichen mit der Schweiz! Die drei grössten Unterschiede?
1) In der Schweiz gibt es 4 Jahreszeiten. Dies kennt man in Südkalifornien nicht; hier hat man während 9 Monaten ganz viel Sonne und warme Temperaturen.
2) Im Gegensatz zu Kalifornien ist die Schweiz sehr Fussgänger- und Fahrradfreundlich und verfügt über ein gutes ÖV-Netz. In Kalifornien geht ohne Auto nichts.
3) In der Schweiz wird die Ausbildung/Studium grösstenteils staatlich finanziert, während man in den USA das Studium selbst finanzieren muss, was zu ungleichen Bildungschancen in den verschiedenen sozialen Schichten führt.

Was vermisst du, abgesehen von Familie und Freunden am meisten an der Schweiz?
In einer charmanten Altstadt bummeln und Kaffee trinken gehen. Allgemein, vermisse ich das Stadtzentrum, so wie ich es von der Schweiz kenne, z.B. zu Fuss durch belebte Strassen zum Kino zu gehen.

Was vermisst du gar nicht an der Schweiz?
Die kalten Wintermonate. Das wär’s dann aber auch schon, die Schweiz ist toll!

Pier in Oceanside
(Bild: Anja W.)

Werdet ihr wieder einmal in die Schweiz zurückkehren?
Ja, wir hatten schon immer die Absicht, wieder in die Schweiz zurückzukehren und möchten das auch immer noch. Doch eine Auswanderung hat auch Konsequenzen. Man integriert sich im Ausland und baut sich ein Leben auf. Wir wohnen nun bereits seit mehr als drei Jahren hier in Kalifornien und momentan ist auch noch keine Rückkehr in die Schweiz in Sicht. Wir stellen und aber das Alter in der Schweiz vor.

Aus welchen Gründen hat sich das Auswandern für dich am meisten gelohnt?
Die Erfahrung im Berufsleben in einer anderen Kultur ist spannend; bietet die Möglichkeit andere, uns bisher unbekannte Arbeitssysteme und -kulturen kennenzulernen. Die Fremde zu sein in einem Land ist ebenfalls eine bereichernde Erfahrung. Nach drei Jahren habe ich mich schon gut eingelebt, doch der Prozess der Immigration ist immer noch im Gange.

Horror an der Schule

Wir machten uns Gedanken darüber, wie es wohl sei, in einem Horrorfilm mitzuspielen. Dabei stellten wir uns automatisch weitere Fragen: „Wie müssten die Szenen gefilmt werden, damit es grusselig aussieht?“ Wäre es überhaupt möglich, mit dem von der Schule zu Verfügung gestellte Filmmaterial, einen guten Horrorfilm zu drehen?“ Daraufhin beschlossen wir, diese Herausforderung anzunehmen und einen kleinen Horrorfilm an der Schule zu drehen. Anfangs herrschte noch eine grosse Begeisterung und Motivation. Wir wollten einen guten Horrorfilm auf die Beine stellen. Ziemlich rasch stellte sich aber heraus, dass diese Aufgabe um einiges komplexer war, als wir uns das vorgestellt hatten. Ideen waren reichlich vorhanden, diese aber umzusetzen, erschien uns das fast unmöglich. Also musste während den Dreharbeiten das Konzept mehrmals geändert und vereinfacht werden. Somit erkannten wir, wo die Grenzen des Möglichen lagen und fanden wieder gefallen an unserem Projekt. Somit stellte sich wiedermal heraus, dass jeder Anfang schwer ist. Hat man diese Hürde aber einmal überwunden, geht es nur noch Bergauf. Unsere Highlights waren, die spontanen, nicht geplanten Momente. Wie zum Beispiel, als die Hauptfigur ins Schulhaus rannte und um ein Haar von den automatischen Schiebetüren erwischt wurde. Wäre diese Szene geplant gewesen, sind wir überzeugt, hätten wir sie niemals so originell hinbekommen. Eine andere erwähnenswerte Szene ist der Schluss unseres Videoprojekts. Eigentlich waren wir mit unseren Dreharbeiten für diesen Tag fertig. Wir hatten aber so viel Freude am filmen, dass wir nur um Spass zu haben, einige Horrorszenen, die wir von anderen Filmen kannten, versuchten nachzuahmen. Als wir uns diese Videos im Nachhinein nochmals anschauten, stellten wir fest, dass die Videos gar nicht mal so schlecht geworden waren und wir diese durchaus in unserm Videoprojekt einbauen könnten. Nachdem das nötigte Filmmaterial im Kasten war, folgte das Zuschneiden und Vertonen des Videos. Da wir einzelne Szenen mehrmals gefilmt hatten, fiel es uns schwer, uns endgültig zu entscheiden, welches Bildmaterial nun brauchbar war und welches nicht. Jedes Bildmaterial hatte gewisse Vorzüge. Eigentlich wollten wir alles irgendwie einbauen, doch das war meistens unmöglich. Also mussten wir uns strikt entscheiden und aussortieren. Dies war gar nicht mal so einfach. Im Allgemeinen machten die Dreharbeiten und die Verfilmung aber grossen Spass. Das schönste ist aber immer noch das Endprodukt. Denn wir kennen die Hintergründe und die Schwierigkeiten, die sich während der  ganzen Arbeit ergaben. Deswegen sehen wir unser eigenes Videoprojekt mit ganz andern Augen, als vermutlich andere Personen.

Wie schlau ist die Schule?

Um zu ermitteln wie viel Allgemeinbildung der Durchschnittsschweizer besitzt, haben wir uns dazu entschlossen ein Videoprojekt mit genau diesem Ziel zu gestalten. Dazu haben wir uns im Vorhinein einige provokante Fragen überlegt. Um die Interviewten aus der Reserve zu locken und ihnen keine Chance für das Raten zu geben, haben wir auf „Multiple Choice“ verzichtet.

Die Fragen reichen von Politik, über die Geschwindigkeit des Lichts, bis hin zu Tieren und deren Lebensraum. Viele der befragten schienen sich vor allem mit Fragen welche mit der Physik zusammenhängten schwer zu tun. Auf unsere Lieblingsfrage wie viele Bundesräte die Schweiz hat, wussten viele die Antwort. Aber wie sie alle heissen wusste keiner, aber wenigstens einen Teil.

Es wurden ca. 70% unserer Anfragen auf ein Interview abgelehnt oder im Nachhinein gesagt sie möchten das Video nicht veröffentlichen. Dazu gehörten vor allem Leute über 30, sie schienen morgens nicht gut auf so etwas zu sprechen zu sein. Zum Glück hatten wir unsere Kamera immer im Auto und konnten kurzfristig handeln und spontan filmen.

Wir haben uns vorgenommen das Video möglichst unsachlich und humorvoll zu gestalten, ohne dabei jemandem auf den Fuss zu treten. Das Problem war tatsächlich, dass die Bürgerinnen und Bürger, bzw. grösstenteils die Jugendlichen, mehr wussten als wir erwartet haben. Trotzdem gab es einige lustige Antworten und Momente.

Anfangs war es uns unangenehm die Leute auf der Strasse einfach zu filmen und am Bahnhof haben fast alle nein gesagt, da sie auf den Zug mussten. Wir sind in der Umgebung von Schulen, in Quartieren oder unterwegs filmen gegangen, um auf weniger gestresste Leute zu treffen.

Zum Schluss konnten wir genug Leute interviewen um ein kurzes, lustiges Video zu erstellen. Wir sind sehr dankbar für die offene Art der Befragten und dass sie sich zur Verfügung gestellt haben. Um unser Video nicht zu monoton auf ein Frage – und Antwortspiel auszulegen, haben wir die Stimmen der Interviewpartner verzaubert.

New Day, Same Shit

Wer kennt das nicht, jeden Tag früh aufstehen, sich für die Schule fertigmachen und dann macht man sich auf den Weg zum Bus oder Zug. Vielleicht ist man noch spät dran und man muss am Morgen schon das erste Mal stressen. Es ist immer der gleiche Trott, denkt man sich. Aufstehen, der Schulweg, im Bus oder Zug zwischen all den Leuten stehen, weil man wieder einmal keinen freien Platz bekam und schon fängt die Schule an. Noch ein bisschen links und rechts reden und dann startet der Unterricht auch schon. 45 Minuten da sitzen, bis es zur Pause läutet und die Uhr läuft immer langsamer. Während des Unterrichts gähnt der Ein oder Andere, manche sind topfit und strahlen über beide Ohren. Plötzlich sind es noch 2 Minuten und alle freuen sich auf die Pause. Am Ende des Schultages geht man erleichtert aus dem Gebäude, jedoch mit dem Hintergedanken, dass alles morgen wieder von vorne anfängt.

Wir haben uns gefragt, ob man einen „normalen“ Schultag interessant in einem Video darstellen kann oder ob zu viele Störfaktoren anfallen, wie zum Beispiel das verstellte Verhalten der Lehrer und Schüler.

Zu Anfang des Projektes hatten wir Bedenken, dass wir die Dreherlaubnis bei den verschiedenen Lehrern bekommen. Doch unsere Bedenken waren umsonst. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer waren sehr offen und bereit, uns ihren Unterricht zur Verfügung zu stellen, sofern wir den ihn nicht zu gross stören. Beim Dreh im Zug, wollten wir das Persönlichkeitsrecht der Personen nicht verletzten und daher haben wir nur den Boden gefilmt. Mit musikalischer Untermalung versuchen wir, das Video aufzupäppeln und Emotionen zu vermitteln.

Aus vielen verschiedenen Teilaufnahmen haben wir ein Video zusammengeschnitten. Die Herausforderung war am Ende, den „langweiligen“ Schulalltag lustig und mit dem einen oder anderen Lacher darzustellen.

Dieser Herausforderung haben wir uns schlussendlich gestellt und ein Video aus verschiedenen Situationen zusammengeschnitten.

 

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